Medizinisches Hautzentrum

Dr. Sabine Schwarz

LEXIKON

Neurodermitis - chronische Ekzeme

Von Neurodermitis oder auch "atopischem Ekzem" sprechen wir bei wiederkehrenden schuppenden, juckenden Ekzemen (entzündete Haut) an verschiedenen Körperstellen, die meist von starkem Juckreiz begleitet sind. Die Erkrankung verläuft schubweise und hat ein individuelles, vom Lebensalter abhängiges Erscheinungsbild. Zumeist sind jedoch die großen Beugen betroffen sowie - gerade im Erwachsensalter - auch Augenregion, Unterschenkel bzw. Hände. Neurodermitis ist anlagebedingt und daher nicht heilbar, sie ist jedoch behandelbar.

"Klassische" Behandlungsmöglichkeiten

Das schulmedizinische Behandlungskonzept beinhaltet Pflegesalben, juckreizstillende Medikamente (Antiallergika) sowie in ausgeprägten Fällen die Behandlung mit Cortisonsalben. Seit kurzer Zeit gibt es Salben, die hautberuhigende Substanzen enthalten (z.B. Elidel) jedoch nicht cortisonhaltig sind.Ergänzend empfehlen wir auch Meeresaufenthalte sowie Lichttherapie. Der Neurodermitis liegt eine Neigung zu Allergien bzw. Unverträglichkeiten auf bestimmte Stoffe zu Grunde (Atopie). Daher bietet sich als erster Schritt ein klassischer Allergietest an.


Neue Therapiemöglichkeiten für Neurodermitis

Dr. Sabine Schwarz, Leiterin des medizinischen Hautzentrums Meidling, hat sich im Rahmen ihrer Ausbildung mit diversen alternativen Heilmethoden beschäftigt.

Dr. Sabine Schwarz: Ich empfehle in meinem Hautzentrum eine Kombination aus Schulmedizinischen und Alternativen Heilmethoden. So hilfreich cortisonhaltige Salben und Antiallergika im akuten Schub sind, ist es sinnvoll zur Unterstützung des Immunsystems und zur Verbesserung der Symptome Alternative Heilmethoden als Ergänzung zur Schulmedizin anzuwenden.
Zunächst ist es wichtig, neben dem klassischen Allergietest, der oft bis auf eine Erhöhung der Allergiebereitschaft ( IGE –Wert ) kein positives Ergebnis zeigt, zusätzlich eine Testung auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten durchzuführen. Häufig kommen Eltern von betroffenen Kindern zu mir und haben eine Verschlechterung des Hautbildes nach Konsum von bestimmten Nahrungsmittel beobachtet. Nachdem jedoch die Reaktion über die Haut nicht sofort auftritt, sondern manchmal erst 1-2 Tage später, ist es meist sehr schwierig heraus zu finden, was Ihr Kind gut oder schlecht verträgt.

Test auf Nahrungsmittelunverträglichkeit

Bei diesem schmerzfreien Spezialtest werden an die 300 Nahrungsmittel auf ihre Verträglichkeit getestet. Daraus ergibt sich eine Reduktion bestimmter Nahrungsmittel. Andere Nahrungsmittel (z.B. Kuhmilch bei Laktoseunverträglichkeit) werden durch Spezialprodukte ersetzt (z.B. Sojamilch). Weiteres werden während einer ausführlichen Beratung Lebensumstände wie Pflegeprodukte, Bäder und vieles mehr besprochen. Wie wichtig die richtige Ernährung ist, kann man auch bei Babys erkennen.

Nachdem der Erstkontakt mit einem möglicherweise unverträglichen Nahrungsmittel im Darm stattfindet, können sehr oft bei Babys- noch vor dem Hautauschlag- unregelmäßige Stühle bzw. Durchfälle vorkommen. Ergänzt wird die Ernährungsberatung durch Aufbauprodukte  für das Immunsystem bzw. bei psychische Stresssituationen  z.B. durch Schüssler Salze.  Homöopathie und Naturkosmetik ergänzen das Programm.

Gerade beim Erwachsenen ist es weiters wichtig den Körper auf Störfelder zu überprüfen. Hierbei hilft eine neue Methode - Global Diagnostic.  Ähnlich wie bei einem EKG werden hierbei Schwachpunkte  und energetische Störfelder am Körper getestet und ausgewertet. 

Dr. Sabine Schwarz: Wir können Neurodermitis zwar nicht heilen, aber wir können unserer PatientInnen weitgehend von den Symptomen befreien, sodass die Lebensqualität unter dieser chronischen Krankheit nicht leiden muss.

Weitere Informationen zu Hilfe bei Neurodermitis finden Sie hier.

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